Zementfreies Wohngebäude: Baukultur der Zukunft aus Lehm und Holz




Als konzeptioneller Prototyp erprobt das Projekt konstruktive, bauphysikalische und gestalterische Prinzipien des Stampflehmbaus. Lehmit entwickelte dabei für das Deckenbauteil mehrere neue Lösungen.

Die einzelnen Baukörper sind funktional gegliedert und bilden ein Ensemble mit kompaktem Raumprogramm aus Hauptwohneinheit und Einliegerwohnung. Der Zugang erfolgt barrierefrei über eine Rampe in einen überdeckten Eingangsbereich mit Stampflehmbögen. Die Grundrissstruktur bleibt bewusst einfach und robust organisiert, sodass zukünftige Anpassungen möglich bleiben. Das räumliche Zentrum bildet der hofartige Außenraum, der für Orientierung, Belichtung und natürliche Durchlüftung sorgt.

Die Stampflehmwände, erstellt von Lehm Ton Erde, übernehmen sowohl statische als auch raumbildende Funktionen. Ergänzt wird die Konstruktion durch eine lehmverfüllte Holzbalkendecke, die zur thermischen Stabilität beiträgt und das Zusammenspiel von Holz und Lehm sichtbar macht.

Für Lehmit war das Projekt eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Industrialisierung des Stampflehmbaus.
Drei Innovationen beim Deckenbauteil fließen nun in weitere Entwicklungs- und Bauprojekte ein:
Architektur: ERDEN Studio
Zusammenarbeit Detailentwicklung und Bauleitung: Thomas Mennel, Heinz Pfefferkorn
Lehmprüfungen: gbd LAB GmbH
